Siegfried Nohner
Fachgutachter für Schimmelpilzschäden 

Tutorial 2: Räume.

Die Anzahl der anzulegenden Räume ist nicht begrenzt. Wird ein Raum markiert , werden im rechten Teil der Maske die bislang angelegten Messorte angezeigt.

 




Jeder Raum wird mit seinen individuellen Eigenschaften und Nutzungsdaten erfasst.


Klima: Eingabe Raumgröße, Temperatur und rel. Feuchtigkeit; Sättigungs- und Partialdruck werden berechnet.


Für die bevorzugte Lüftungsart und den Infiltrationsluftwechsel der Fensterart sind Werte hinterlegt, die üblicherweise anzuwenden sind. Individuelle Werte können eingegeben werden. Das „i“-Symbol kann angeklickt werden, damit Hilfetexte erscheinen. 




Lüftung: Eingabe der Summe der Tagesminuten, Lüftungsart und Fensterart

Hilfetext für die Eingabe der alternativen Luftwechselrate (nutzerseitig)

Hilfetext für die Eingabe des alternativen Infiltrationsluftwechsels

Durch die Möglichkeiten der unterschiedlichen Eingaben ist eine Anpassung an die tatsächlichen Gegebenheiten der Lüftung im Raum möglich. Aus diesen Eingaben wird dann die Luftwechselrate im Tagesmittel errechnet, die für die weiteren Auswertungen Berücksichtigung findet. 




Feuchtelast: Eingabe der Raumnutzer und der entstehenden Feuchte

Tauwasser: Eingabe der Scheibentemperatur und/oder des Ug-Wertes; ein zweiter Ug-Wert kann benannt werden 

Schimmel: Eingabe des aw-Wertes der identifizierten Schimmelpilzart; Voreinstellung 0,80 (DIN) 

Feuchtelast: Für übliche Feuchtelasten sind Werte hinterlegt, die aber durch Eingabe einer individuellen Feuchteentwicklung für diesen Raum geändert werden kann („Sonstige (g)“). Das „i“-Symbol gibt eine Hilfe in Form einer Tabelle.

Die hier berücksichtigten Werte können nur Anhaltspunkte für die Berechnung darstellen, weil jeder Haushalt mit seiner Feuchtelast beurteilt werden muss. Deshalb ist es wichtig so nah wie möglich durch gezielte Befragung an die reale Feuchteentwicklung im Raum zu kommen, damit die Auswertung auch aussagekräftige Basiswerte liefern kann.

In der Literatur werden zum Teil Feuchtewerte für die einzelnen Vorgänge in der Wohnung benannt, die auf Forschungen in den 1950er und 1960er Jahren basieren. Zu dieser Zeit waren die Lebensgewohnheiten anders als heute, weil sich z. B. die Körperpflege und die Art des Kochens sehr verändert haben.


Die Wasserdampfentwicklung ist heute also anders als noch vor einigen Jahrzehnten. Dem muss natürlich beim Ansatz der Feuchtelast Rechnung getragen werden. Die Feuchteproduktion während Dusch- und Badevorgängen kann stark variieren und auch in der Summe mit 800 bis 1000 g/h berücksichtigt werden.

Da sich auch wie bereits erwähnt die Kochaktivitäten und die Art der Zubereitung von Speisen stark verändert haben, lässt sich auch ein Ansatz von pauschal 600 bis 800 g/h erklären. Welcher Ansatz gewählt wird, bleibt dem Anwender nach der Befragung der Wohnungsnutzer überlassen. 

Tauwasser: Aufgrund der Oberflächentemperatur der Fensterscheibe wird in der Auswertung unter Berücksichtigung der Lufttemperaturen innen und außen der Ug-Wert errechnet. Weil die Berechnung vom tatsächlichen Wert abweichen kann, ist die Eingabe des Ug-Wertes der Fensterscheibe sinnvoll.

Diese ist entweder bereits im Scheibenabstandhalter eingestempelt oder kann vom Baujahr abgeleitet werden. Dieser Wert dient als Berechnungsgrundlage für die Entstehung von Tauwasser auf der Scheiben und wird in der Auswertung auch für die Bewertung schimmelpilzkritischer Situationen verwendet.

Ein zweiter Ug-Wert kann eingetragen werden, um den Vergleich für den Fall eines geplanten Austausches der Fenster vornehmen zu können. So kann es sein, dass bei einem Ug-Wert von 2,8 (älteres Fenster) am Bauteil durch den Tauwasserausfall keine schimmelpilzkritische Situation entsteht, jedoch nach Austausch mit einem neueren Fenster (Ug-Wert 1,3) mit Schimmelpilzwachstum zu rechnen ist, wenn sich das Lüftungsverhalten nicht ändert. Diese Übersicht wird als Tabelle in der Auswertung dargestellt. 

Schimmel: Allgemein wird ein schimmelpilzkritischer a w-Wert von 0,80 zugrunde gelegt. Wenn aber im Hinblick auf eine bekannte (weil durch Probenahme und Laborauswertung identifizierte) Art oder Gattung beraten werden soll, muss die erlaubte Grenzluftfeuchte auf diesen a w-Wert berechnet werden.

In der Auswertung wird dann die Grenzluftfeuchte einmal für den eingegebenen Wert und einmal für den DIN-Wert 0,80 berechnet und dargestellt. 

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